• Beschriften leicht gemacht

    Date: 2011.12.15 | Category: Barcode Scanner | Tags: ,,

    Wer in einem molekularbiologischen oder medizinischen Labor arbeitet, kennt vermutlich folgende Situation: Im Laufe der Zeit sammeln sich im Kühlschrank und in den Kühltruhen immer mehr Reaktionsgefäße von Versuchen oder Untersuchungen an, die aufgehoben werden, weil man nicht sicher ist, ob man sie wirklich nicht mehr braucht. Eine eindeutige Beschriftung ist die einzige Möglichkeit um den Überblick zu behalten, aber selbst eine Kennzeichnung mit einem permanenten Markerstift wird mit der Zeit oft unleserlich – vor allem wenn die Proben häufig eingefroren und wieder aufgetaut werden oder Arbeitsschritte mit Lösungsmitteln erfolgen. Außerdem ist meistens nicht so viel Platz auf Mikro-Reaktionsgefäßen, dass man alle wichtigen Informationen darauf schreiben kann.

    Viel praktischer für eine schnelle und vor allem genaue Zuordnung ist es wichtige Proben- und Versuchsansätze mit einem Barcode-Etikett zu versehen. Die Codes können auf kleinem Raum ein Vielfaches mehr an Informationen wiedergeben, als man mühselig selber auf ein Mikro-Reaktionsgefäß schreiben könnte. Die Papierqualität dieser Labor-Etiketten ist so beschaffen, dass selbst sehr strapazierende Verfahren wie das Einfrieren in flüssigem Stickstoff bei -196 °C und das Autoklavieren bei 120 °C die Lesbarkeit für den Barcode Scanner nicht weiter beeinträchtigen. So bleibt eine sichere Zuordnung gewährleistet, was gerade bei medizinischen Untersuchungen im Labor absolut notwendig ist und die Anschaffung eines Barcode Scanners sowie eines Etikettendruckers rechtfertigt. Um die Codes zu erstellen, bedarf es dann noch einer geeigneten Software, die die eingegebene Textinformation in einen Strichcode oder QR-Code umwandelt. QR-Codes bestehen aus schwarz-weiß gemusterten Quadraten, die noch mehr Information fassen können als die herkömmlichen Strichcodes aus Balken.

    Auch Patienten in Krankenhäusern werden heutzutage mit Armbändern ausgestattet, die mit einem Barcode versehen sind. Darauf sind die Daten zur Erkrankung gespeichert, was das Risiko von Verwechslungen im OP verringert, aber auch dafür sorgt, dass im hektischen Alltag eines Krankenhauses zum Beispiel Medikamente richtig verabreicht werden.

    Sicherlich ist die Verwendung solcher Barcode-Systeme überall dort sinnvoll, wo ein schneller Fluss an wichtigen Daten erfolgen muss und es wichtig ist, eine mögliche Fehlerübertragung zu minimieren.